Graphologie und Schriftgutachten

 

 

Möglichkeiten und Grenzen

 

In der heutigen Zeit wird es immer schwieriger, unter allen Stellenbewerbern bei gleichwertigen Zeugnissen den Richtigen / die Richtige auszuwählen. Und oft ist nicht die fachliche Qualifikation der Mitarbeiter entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens, sondern ihre sozialen Eigenschaften wie Teamgeist, Konfliktfähigkeit, Aufrichtigkeit oder Loyalität.

 

Um die Leistungseffizienz zu ermitteln kann man natürlich auch psychologische Tests, gezielte Fragebogen oder ganze Testbatterien zu Hilfe nehmen.

Fragebogen und die Testsituation können den Kandidaten an einer unbefangenen oder spontanen Äußerung hindern, zum anderen aber sind solche Testuntersuchungen oft auf spezielle Teilgebiete abgestimmt. Sie lassen daher im Hinblick auf die Gesamtpersönlichkeit weniger Einblicke zu als beispielsweise durch die Handschrift gewonnen werden können.

 


 


Ein schriftpsychologisches Gutachten kann die Entscheidungsfindung erleichtern. Denn durch die Analyse von Charaktereigenschaften können Aussagen getroffen werden, ob sich der Kandidat für die entsprechende Position im Unternehmen – mit ihren erforderlichen sozialen Kompetenzen – eignet oder nicht. Folgekosten durch Fehlbesetzung einer Stelle können so langfristig vermieden werden.

 

 

  • Die persönliche Handschrift ist eine Art Ausdrucksspur, ein unverfälschtes Charakterzeugnis des Schreibers, so individuell wie ein Fingerabdruck. Daher werden graphologische Gutachten häufig vor Gericht eingesetzt um z.B. zu überprüfen, ob ein Testament echt, oder eine Unterschrift gefälscht ist.

 

  • Die Handschrift stellt einen Schreibprozess dar, der mechanisch und automatisch abläuft. Dem Schreiber bleibt die Ausbildung der Buchstaben unbewusst, da er sich ganz auf den Inhalt des Geschriebenen konzentriert. Aus diesem Grund ist die Handschrift zur Diagnose besonders gut geeignet.

 

  • Charaktereigenschaften des Schreibers drücken sich auch in seiner Handschrift aus und lösen beim Betrachter subjektive Empfindungen wie Sympathie und Antipathie aus. Die Ursachen hierfür liegen im seelisch-geistigen Bereich des Schreibers begründet. So wie Mimik und Haltung die Befindlichkeit eines Menschen widerspiegelt, so zeigt sich diese Haltung auch in der Handschrift.

 

  • Die Handschrift als geistig-seelischer Ausdruck der Persönlichkeit ermöglicht Erkenntnisse über die psychischen Eigenschaften des Schrifturhebers. Dieses Wissen gibt Hinweise auf die Leistungsfähigkeit und auf menschliches und fachliches Verhalten in Belastungssituationen.

 

  • So kann die Graphologie auch helfen den richtigen Kandidaten für den bestimmten Job herauszufiltern.

 

 

 

 

Als Breitband-Diagnostikum ermöglicht die graphologische Analyse Aussagen über:

 

  • Gesamtpersönlichkeit (Niveau, Format, menschliche Integrität, Vitalität, Dynamik)
  • Intellektuelle Fähigkeiten  ( Überblick, Urteilsvermögen, Planung und Organisation, Kreativität)
  • Leistungsvermögen   ( Belastbarkeit, stabile Motivation, Ausdauer, Beweglichkeit)
  • Soziale Kompetenz  ( Kontaktfähigkeit, Teamverhalten, Führungsfähigkeit, Überzeugen und Durchsetzen)
  • besondere Stärken  (arbeiten mit Überblick, Sinn für Details)
  • bevorzugtes Arbeitsfeld (technische Richtung, soziales Gebiet, arbeitet selbständig oder lieber im Team)
  • Eigenständigkeit und folgerichtiges Denken mit Kombinationsgeschick

 

 

 

 

Nicht aus der Schrift erkennbar:

 

  • Körperliches  ( Körperkraft, Haar- und Augenfarbe, Krankheiten)
  • Faktisches  ( Alter, Geschlecht, Erlebnisse, Schicksalsdaten)
  • Inhaltlich-Gegenständliches  ( besondere Kenntnisse und Fertigkeiten in Kunst, Wissenschaft und Politik, Fachwissen)

 

 

 

 

 

Für ein Gutachten benötigt man :

 

 

Vom Schreiber : 

Einen Originaltext im Umfang von einer Seite (unliniertem) DIN A4 mit Unterschrift !

Angaben über Alter, Geschlecht und Ausbildungsgrad des Schreibers, Nationalität (falls nicht Österreicher) und falls Linkshänder

 

Vom Auftraggeber :

Anforderungsprofil über die zu besetzende Position