Betriebsgraphologische Analysen

 

 

Jede Handschrift ist einmalig, denn auch jeder Mensch ist ein einmaliges unverwechselbares Individuum.

 

Mit der Handschrift zeichnet der Schreiber gleichsam sein Selbstporträt, und das ermöglicht es dem Graphologen, die Fähigkeiten und Eigenschaften zu entdecken, sie mit dem Soll-Bild, dem Anforderungskatalog, zu vergleichen und danach den Grad seiner Eignung festzustellen. Somit kann man beurteilen, wer auf welchem Platz, auf welche Weise seine optimale Leistung erbringt.

 

Betriebsgraphologische Analyse / Beispiel Anforderungsprofil
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Leistungstypen von U. Affemann

 

Ziel der Differenzierung der fünf verschiedenen Leistungstypen von Ursula Affemann ist es, zu erkennen,

 

  • ob Funktion und Funktionsträger zusammenpassen,
  • ob im Mitarbeiterfeld ein ausgewogenes und fruchtbares Mischungsverhältnis von Qualitäten vorhanden ist, oder
  • ob bestimmte Qualitäten fehlen und warum. 

 

 

Im Rahmen der Personalplanung kann man damit Positionen längerfristig optimal besetzen, und einander ergänzende Typen für die Teamarbeit zusammenstellen.

   

Dazu muss man zunächst die Typen in ihrer Abgrenzung kennen lernen:

  • grün steht für diese Typen, für die alles läuft: sie sind vielseitig und anstellig
  • blau ist der Pflichtmensch; stabil, fleißig und verantwortungsbewusst
  • lila steht für den der Begabten und Ideenträger
  • grau steht für den unauffälligen Mitläufer und
  • rot ist die „Stoppfarbe“; für Störenfriede und destruktive Menschen

 

 

 

 

 

Einstellungs- und Funktionstypen von C.G. Jung

 

Carl Gustav Jung hat aufgrund seiner Erfahrung zwei psychische Grundbegriffe gefunden,

 

die Einstellungstypen:  Extraversion und die 

                                            Introversion

 

Der extravertierte Mensch wendet sein Interesse mehr dem Objekt zu, der Umwelt und den Mitmenschen. Er findet sich leicht in jeder gegebenen Situation zurecht, knüpft rasch Beziehungen und handelt zumeist spontan.

 

Der introvertierte Mensch wendet sein Interesse mehr dem eigenen Ich- dem Subjekt- zu.  Er zeigt eine zögernde, reflexive und zurückgezogene Haltung, befindet sich mehr in der defensive und ist eher misstrauisch.

 

 

Jung erstellte auch Untergruppen, die eine feinere Differenzierung zulassen:

 

Die Funktionstypen:   Denken

                                         Fühlen

                                         Empfinden

                                         Intuition

 

Jede dieser Typen kann mehr zur extravertierten oder zur introvertierten Seite hin tendieren, je nach verhalten zum Objekt, sodass sich schließlich acht verschiedene Typen ergeben.

 

 

 

 

Lebensformen von E. Spranger

 

Die Typen des deutschen Philosophen Eduard Spranger gehen von abstrakten Ideen und deren Realisierung aus. Sie fragen nach den Ideen und Wertgehalten, die die Persönlichkeit anziehen oder abstoßen, erfüllen oder unbefriedigt lassen. Sie bemühen sich um ein vertieftes Verständnis unseres Tuns und Lassens, um die Art wie der einzelne sein Leben führt und gestaltet.

 

Ausgangspunkte sind die Kulturgebiete Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst, Gesellschaft, Staat und Religion.

 

 

Diesen entsprechen die 6 Typen: 

  • der theoretische Mensch
  • der ökonomische Mensch
  • der ästhetische Mensch
  • der soziale Mensch
  • der politische Mensch (= Macht)
  • der religiöse  Mensch

 

Diese sechs Typen spiegeln die konstante Einstellung der Persönlichkeit wider. Sie haben keinen Berufsbezug, sondern geben nur die Motivation und das spezifische Pflichtbewusstsein an.